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Auf den Spuren Jesu – Unterwegs im Heiligen Land

Die Vorfreude war groß, als sich 14 Junge Erwachsene zusammen mit Pfarrer Marcel Brdlik am 11.06. auf den Weg ins Heilige Land machten. Coronabedingt musste die Reise um zwei Jahre verschoben werden und man bangte bis zuletzt, ob in diesem Jahr die lang ersehnte Reise nun endlich wie geplant stattfinden kann. Angekommen am Flughafen Tel Aviv wurden wir von unserem Reiseleiter Nidal in Empfang genommen und fuhren nach Nazaret ins Hotel. Eine erlebnisreiche Woche lag vor uns und wie uns bereits im Bus angekündigt wurde, würde es kein Entspannungsurlaub werden. Im Hotel erwartete uns ein wunderschöner Blick über Nazaret von der Terrasse des Hotels und auch der zweite Tag begann mit einem tollen Ausblick.

Nachdem wir Gottesdienst auf dem Berg der Seligpreisungen gefeiert hatten, ging es auf steinigen Wegen bergab durch die Hitze in Richtung See Gennesaret und wir genossen dabei den wunderbaren Ausblick. Unten angelangt besuchten wir weitere Orte Jesu am See Gennesaret wie beispielsweise Kafarnaum, der „Mensa Domini“ oder auch Midgal, die Heimat Maria Magdalenas. Am Nachmittag ging es dann mit dem Boot auf den See hinaus und wir durften, während wir den erfrischenden Seewind genossen, einen israelischen Tanz lernen – das sorgte nicht nur in unserer Gruppe für beste Stimmung.

Den nächsten Tag starteten wir in Nazaret mit der Besichtigung der Verkündigungsbasilika und einem Gottesdienst in der benachbarten Josefskirche. Ein Spaziergang über den Basar durfte auch nicht fehlen und so manch einer entdeckte dabei seine Leidenschaft für Aprikosen mit essbaren Steinen oder auch sein Talent für Sprachen – so haben wir direkt das arabische Wort „mischmisch“, welches die leckeren Aprikosen meint, in unseren Sprachgebrauch übernommen.

Weiter ging es ans Mittelmeer in die Stadt Akko, wo wir gestärkt nach einem leckeren Mittagessen, die Weiße Moschee und verschiedene Kreuzfahrerbauten anschauten. Mit ein wenig Charme und Überzeugungskraft konnten wir dann unseren Reiseleiter Nidal von einem kleinen Zwischenstopp am Mittelmeer überzeugen, was sich als willkommene Erfrischung in der Mittagshitze erwies.

Am nächsten Morgen ging es dann durch die karge, aber beeindruckende Wüstenlandschaft des Jordantals zur traditionellen Taufstelle Jesu am Jordan und nach Qumran, wo wir einen Blick auf die Höhlen werfen durften, in denen die berühmten Schriftrollen vom Toten Meer gefunden worden sind. Bei der Fahrt durch die Wüste durfte ein Besuch am Toten Meer nicht fehlen. Das Baden im Toten Meer war für alle ein eindrucksvolles und unvergessliches Erlebnis auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Für die weitere Fahrt in Richtung Betlehem hatte uns unser Reiseleiter ein ganz besonderes Highlight versprochen. Mitten in der Wüste hielt der Bus an und wir gingen eine schmalen Pfad entlang zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir einen wundervollen Blick auf das Kloster St. Georg hatten. Das Kloster ist in die Felsen der Wüste hineingebaut und hat bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Früh am Morgen begann der erste Tag in Betlehem. Das erklärte Ziel für diesen Tag war die Altstadt von Jerusalem. Gut unterhalten durch verschiedenste Geschichten und Erzählungen unseres Reiseleiters verging die Wartezeit an der Grenze wie im Flug und wir kamen gut gelaunt auf dem Ölberg in Jerusalem an. Von dort aus ging es zur Kirche „Dominus flevit“, wo wir mit schönem Ausblick auf die Jerusalemer Altstadt Gottesdienst feierten. Danach ging es steil bergab in Richtung Garten Getsemani, Kirche der Nationen und dem Mariengrab, bevor wir uns dann wieder auf den Weg bergauf in Richtung Jerusalemer Altstadt machten.

Dass es in Jerusalem so hügelig ist, kam für einige überraschend und sorgte in der Hitze nicht immer für Begeisterung. In der Altstadt angekommen, besichtigen wir eine der schönsten Kreuzfahrerkirchen, St. Anna, und durften uns selbst mit einer kleinen musikalischen Einlage von der wunderbaren Akustik der Kirche überzeugen. Dort trafen wir zufällig einen deutschsprachigen Pater aus der Schweiz, der uns einiges zur Kirche und dem Zusammenleben der Menschen in Jerusalem erzählte. Wir folgten dann der Via Dolorosa bis hin zur Grabeskirche. Weiter ging es dann auf den Christlichen Zion vorbei an der Dormitiokirche zum Abendmahlssaal und dem Davidsgrab.

Nach einer kurzen Nacht ging es wie jeden Morgen gut unterhalten wieder mit dem Bus nach Jerusalem – diesmal auf den Tempelberg. Nach der Besichtigung des Felsendoms und der Al-Aqsa-Moschee, ging es zur Klagemauer. An der Klagemauer konnten wir einige Bar-Mizwa Feierlichkeiten beobachten. Es war sehr beeindruckend zu sehen mit welcher Freude und Begeisterung die Menschen dort diesen Tag feierten.

Zurück in Betlehem ging es für uns zu „Lifegate“, eine Organisation, die sich für beinträchtige Menschen im Heiligen Land (in Israel und in den palästinensischen Gebieten) einsetzt. Dort konnten wir die Einrichtung mit ihren Therapieeinrichtungen, dem Kindergarten, der Schule und den Werkstätten kennenlernen und erfuhren, dass Teile des Hauses auch durch Geld der Sternsinger mitfinanziert wurden. Das freute uns als „alte“ Sternsinger besonders, einmal zu sehen, was mit dem gesammelten Geld alles erreicht werden kann.

Nach dieser eindrucksvollen Begegnung feierten wir auf den Hirtenfeldern in einer Grotte Gottesdienst, bevor es zur nächtlichen Stadtrundfahrt nach Jerusalem ging. Diese brachte uns nochmals ganz andere Einblicke als am Tag. Obwohl alle müde vom langen Tag waren, war die nächtliche Stadtrundfahrt ein unvergessliches Highlight der Reise.

Nachdem wir die Jerusalemer Altstadt und den Tempelberg schon näher erkundet hatten, ging es am nächsten Tag ins Israel Museum, wo wir das Modell der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu und den Schrein des Buches anschauen konnten. Weiter ging es dann nach Yad Vashem, der Gedächtnisstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Die sehr eindrucksvoll gestaltete Gedächtnisstätte konfrontierte uns mit der eigenen Geschichte und gab uns einen interessanten, aber auch berührenden, kulturhistorischen Einblick.

Am letzten Tag ging es auf dem Weg zum Flughafen vorbei am malerischen Örtchen En Kerem, das als traditioneller Geburtsort Johannes des Täufers gilt. Dort feierten wir unseren Abschlussgottesdienst. Nach einer erlebnisreichen Woche mit zahlreichen Begegnungen, besonderen Gottesdiensten, wenig Schlaf und sehr viel gutem Essen, ging es schließlich wieder zurück.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch beim Dekanat Bruchsal und einigen Einzelspendern für die finanzielle Unterstützung unserer Pilgerreise.

Caroline Hely


Gibt’s Israel auch mal für die über 35?

Diese Frage wurde mir in den vergangenen Wochen immer wieder gestellt. Momentan bin ich im Kontakt mit dem Reisebüro, mit dem auch die Jungen Erwachsenen in Israel waren, um eine 10-Tages Reise im Februar/März zu planen. Näheres erfahren Sie dann sicherlich im kommenden Pfarrblatt und hier auf der Seite.




Fronleichnam mit der Kinderkirche Rheinhausen

Zum Fronleichnamsfest haben sich viele Kinder aus der gesamten Seelsorgeeinheit und darüber hinaus vor der Kirche versammelt, um nach einer kleinen Begrüßung drei Teppiche für die Prozession und das anschließende Beisammensein auf dem Vorplatz der Kirche zu legen.

Alle Kinder haben fleißig mitgeholfen, die Blüten vorzubereiten, die Motive zu legen und alles schön zu arrangieren. Nach dem gemeinsamen "Vater unser" haben wir noch einmal unser Abschlusslied "Eingeladen zum Leben" geübt, welches wir bei der vierten Station der Prozession nochmals für die gesamte Gemeinde sangen.

Während der Prozession durften die Kinder ganz vorne mitlaufen und den Weg mit Blüten bestreuen, um ihn für unser Allerheiligstes schön zu gestalten. Alle Kinder haben das vor allem bei der Hitze ganz klasse gemacht und konnten sich am Ende mit erfrischender Apfelschorle stärken.




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