Aktuelles

Genesen, Geimpft aber...

Nach der Instruktion von Freiburg, gibt es in unseren Gottesdiensten und im weiteren Gemeindeleben keine Sonderbehandlung für Geimpfte und Genesene.

Dies gilt vor allem in den Gottesdiensten auch für die Aufteilung der Haushalte und die Einhaltung der Abstände oder das Tragen der Masken.

Maskenregelung in der Kirche

„Warum muss ich in der Kirche eine Maske tragen und im Restaurant können die Leute einfach so nebeneinander sitzen?!“

Solche oder so ähnliche Sätze hören die Ordner immer wieder. Manchen geht es auch wie mir am vergangenen Samstag bei der Einweihung am Feuerwehrhaus in Huttenheim. Es war schon Zeit, ich war knapp, die 3G Kontrolle hat sich hingezogen, ich stand in der Schlange und der nette Feuerwehrler hat sicher gemerkt, dass es mich nervt ans Auto zurückzugehen, um mein Handy mit dem Impfzertifikat zu holen.

Dabei sind Menschen wie er und auch unsere Ordner die Letzten, die etwas für diese Regelung können, die so von den Kirchen mit der Landesregierung ausgehandelt wurde.

Solange wir in unseren Gottesdiensten singen wollen und auch keine 3G Kontrollen an den Eingängen der Kirche wollen, wie diese in den Restaurants und anderen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind, bitte ich Sie die Maske zu tragen.

Ich habe mich bei allen angrenzenden Seelsorgeeinheiten versichert, dass in Hocken-, Alt- & Neulußheim und Reilingen, Kirrlach, Wiesental, Hambrücken, Graben-Neudorf-Linkenheim-Hochstetten sowie Forst-Ubstadt-Weiher in den Gottesdiensten noch die Maskenpflicht gilt, so wie sie die Landesverordnung vorschreibt. Ich schreibe das so ausführlich, weil es in den letzten Tagen immer wieder hieß: „Nur noch bei uns muss man Masken tragen, sonst nirgends mehr!“

Es mag einzelne Kirchen in unserer Nachbarschaft geben, in denen die Landesverordnung scheinbar äußerst flexibel ausgelegt wird. Hieran wollen und werden wir uns nicht orientieren, bis die Diözese mit der Landesregierung etwas anderes aushandelt.

Vielen Dank allen, die sich bemühen und sich an die Regelungen halten, auch wenn man manchmal vielleicht innerlich gerne rebellieren möchte, das kenne ich zu gut. Vielen Dank allen, die den Ordnerinnen und Ordnern freundlich begegnen und sich sogar für den Dienst bedanken.

Vielen Dank aber vor allem denjenigen, die noch immer an den Türen stehen und den Ordnerdienst in unseren Gemeinden übernehmen!




Sankt Martin einmal anders – Martinslauf in Rheinsheim

Nein, Sankt Martin sollte nicht schon wieder ausfallen! Da war man sich im neu gegründeten Gemeindeteam in Rheinsheim einig. Doch ein klassischer Martinsumzug wie in den vergangenen Jahren war leider nicht möglich. Eine Alternative musste her! Erstaunlich schnell wurde diese bei unserem erst zweiten Treffen Ende Oktober gefunden. Ein Stationenlauf sollte es sein, rund um den Heiligen Martin. Nachdem die Idee klar war, sprang der Funke auf unser Team über und auch die Gestaltung der Stationen und die Vorbereitungen waren zügig geplant. An sieben Stationen, verteilt in ganz Rheinsheim, konnte man von 17:00 - 19:30 Uhr den Heiligen Martin und die Martinstraditionen näher kennen lernen. So konnte man an zwei Stationen Martinslieder singen, ein Selfie mit Sankt Martin machen, die Martinsgänse besuchen, sich am Martinsfeuer wärmen, einen kleinen Martinsfilm ansehen und auch seine Bitten und Wünsche in der von Kerzen beleuchteten Kirche auf Martins Mantel legen. Viele Laternen sah man an diesem Abend von Station zu Station ziehen. Wir sahen leuchtende Kinderaugen, hatten schöne Begegnungen und Gespräche und am Ende des Tages waren wir uns einig, dass es sich gelohnt hat Sankt Martin in Rheinsheim einmal anders zu erleben!

Vielen Dank an alle, die beim Planen, Vorbereiten und Durchführen dabei waren und uns unterstützt haben. Es war schön zu sehen, bei wie vielen Menschen der Funke ebenfalls übergesprungen ist und an diesem Abend auch die Freude und nicht nur der Martinsweck geteilt wurde.

Denise Kraus, Gemeindeteam Rheinsheim

Die Bilder zum Martinslauf können Sie sich hier ansehen




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„Anstrengend war's, aber schön war's“

Das ist das Fazit einer Teilnehmerin an der Fahrt des PGR zu Kirchen in unserer Umgebung, die schon eine erweiterte Nutzung integriert haben.


St. Martin Meckesheim

Bei der ersten Station in Meckesheim St. Martin, haben wir uns eine Kirche angeschaut, in die vor 10 Jahren ein Gemeindehaus integriert wurde und der Kirchenraum, abgesehen von der Verkleinerung, nicht umgestaltet wurde. Die Empore kam raus, die Orgel wurde auf Bodenniveau aufgebaut. Weitgehend unberührt blieb die Frage der energetischen Erneuerung.


St. Bartholomäus Wieblingen

In Wieblingen St. Bartholomäus wurde die Gebäudehülle als solche erhalten, der Kirchenraum jedoch völlig neu und ansprechend umgestaltet. Dem Konzil entsprechend, versammelt man sich jetzt tatsächlich um den Altar und das alte Gegenüber von Priester und Gemeinde wurde im Sinne der liturgischen Erneuerung aufgehoben. Das Gemeindehaus wurde abgerissen, ebenso der Sakristeianbau. Beides wurde in die Kirche integriert und ein dreistöckiges Gebäude quasi von der Altarseite in die Kirche eingeschoben.


Evangelische Martinskirche Mannheim-Rheinau

In der evangelischen Martinskirche in Mannheim-Rheinau begegnete uns ein ganz anderes Konzept. Hier wurde in fast den ganzen Kirchenraum eine ansprechende Holzkonstruktion eingebaut. Dieses Konzept bietet unten einen großen Saal oder bis zu vier kleinere Gruppenräume, je nachdem, wie die flexiblen und schallisolierten Wände verschoben werden.

Das obere Stockwerk ist in den Kirchenraum geöffnet und birgt den Gottesdienstraum. Ein ungewohnter, aber dennoch ansprechender Raum für die kleine Gemeinde.


Evangelische Lutherkirche Mannheimer Neckarstadt

In der Mannheimer Neckarstadt haben wir uns die neugotische Lutherkirche angeschaut. Diese dient als Diakoniestützpunkt mit Begegnungskaffee, Büros für Sozialberatung und die Diakonin, sowie einen Internetraum für Obdachlose und bedürftige Menschen ohne eigenen Internetanschluss. Hier gab es weitere Umbaupläne auf der Empore, um dort Gemeinderäume einzubauen. Diese sind allerdings wegen eines allgemeinen Baustopps in der evangelischen Landeskirche Baden gestoppt worden.


Es war ein anstrengender Tag mit vielen Eindrücken. Was wir allerdings gesehen haben ist, dass es für jede Kirche und Gemeinde Möglichkeiten gibt, diese auch einer anderen Nutzung zugänglich zu machen, als nur der liturgischen Nutzung.




Ein Abend mit neuen Eindrücken - Kirchennutzung

Bei einem Abend mit neuen Eindrücken davon, wie Kirchen andernorts kreativ genutzt werden, kamen rund 40 Interessierte zusammen. Herr Brunner vom Bauamt Heidelberg brachte in seiner Präsentation viele Beispiele, die einen Eindruck davon gegeben haben, was baulich und kreativ alles in Kirchen möglich ist.

Natürlich haben wir nicht vor eine Bibliothek oder eine Event-Location in unsere Kirchen einzubauen. Die Beispiele sollten die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, wie man baulich auch in denkmalgeschützten Gebäuden Dinge verändern kann, um die Gebäude vielfältiger zu nutzen.

Unser Ziel ist NICHT die Umnutzung unserer Kirchen. Wir möchten, dass wir uns weiterhin in unseren Gotteshäusern zum Gebet versammeln können. Damit wir dies, trotz der in Zukunft immer weniger werdenden Finanzmittel tun können, müssen und wollen wir nach Wegen suchen, unsere Kirchen mehrfach zu nutzen. Also als Gebetsort und als Ort der Begegnung mit Gemeinderäumen. Dabei wollen wir verantwortungsvoll sowohl die zukünftig anfallenden Unterhaltungskosten als auch die Nöte in der Welt im Blick behalten.

Dass der Umgang mit Kirchen immer ein sensibles Thema ist, verstehe ich. Doch auch in den 60er Jahren haben die Menschen damals, z.B. in Oberhausen, den geschnitzten Holzaltar aus der Kirche entfernt, den Vorgängergenerationen finanziert haben. In Rheinhausen steht die alte Kirche gar nicht mehr, und ein Wohnhaus steht auf dem Areal. Damals war die Kirche zu klein. Es gab viele Katholiken, die eine größere Kirche auch finanziert haben. Nun müssen wir lernen, den Prozess auch wieder zurück zu gehen.

Beide Prozesse geschahen und geschehen in Dankbarkeit und Respekt vor dem, was frühere Generationen geleistet haben und was zu dieser Zeit gut und richtig war. Doch die Zeit verändert sich und selbst an Weihnachten sind unsere Kirchen ja nicht mehr voll, geschweige denn an Ostern.

Bei der Umnutzung von Kirchen für Bibliotheken, Lokale oder ähnliches werden, um ein im Anschluss aufgetretenes Missverständnis zu klären, keine Steuergelder missbraucht. Die Kirchen werden in Erbpacht verkauft oder vermietet und private Investoren oder öffentliche Einrichtungen, wie Städte oder Universitäten nehmen dann einen Umbau oder ähnliches vor. Diese betreiben dann auch die umgenutzten Kirchen. In vielen Fällen wäre die alternative Lösung, dass Kirchen abgerissen würden.

Am Info-Abend haben wir Beispiele aus Göttingen von umgenutzen und verkauften Kirchen gesehen. Dort waren es alleine vier Kirchen, die umgenutzt worden sind, damit man sie nicht abreißen muss. Auch wir müssen uns von 30% unserer Gebäude verabschieden, da die Finanzmittel nicht mehr ausreichen. Darauf hat der Erzbischof die Dekane bei der vergangenen Dekanekonferenz erneut hingewiesen. Die Unterhaltung der Gebäude brauchen sonst die Geld- und, das möchte ich besonders betonen, auch Zeitmittel für die Kernaufgaben, wie Seelsorge, Liturgie, Trauer-, Tauf- und Ehepastoral oder die Jugend- und Familienarbeit.

Noch sind bei uns keine Kirchen betroffen wie im Bistum Essen, wo man sich schon vor 15 Jahren von Kirchen trennen musste und bis heute über 70 Kirchen geschlossen und profaniert sind.

Unsere Pfarrhäuser und auch Gemeindehäuser werden allerdings sehr wohl betroffen sein. Dennoch braucht es die Möglichkeit, dass sich Gruppen in der Gemeinde treffen. Diese Räume sind dann oft gut in Kirchen zu integrieren, besonders so riesigen Kirchen wie Oberhausen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen auf diesem Weg erklären, dass wir als Pfarrgemeinderäte und Seelsorgeteam uns dafür einsetzen, dass wir unsere Gotteshäuser als Gebetsräume erhalten können. Über das Pfarrblatt werden wir immer wieder über weitere Schritte informieren.

Marcel Brdlik




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